Zusammenhalten trotz Abstand II: Ein weiterer Brief der Gemeindeleitung 

Liebe Geschwister und Freunde der Gemeinde,

Herzliche Grüße von der Gemeindeleitung. Wir grüßen Euch mit einigen Versen aus dem ersten Thessalonicher Brief:

Obwohl wir doch ´nach unserer Abreise` nur äußerlich von euch getrennt waren, nicht in unseren Herzen, kamen wir uns wie verwaist vor und sehnten uns so sehr nach euch, dass wir schon bald alles unternahmen, um euch wieder zu sehen. 18 Wir waren entschlossen, zu euch zu kommen; ich, Paulus, versuchte es sogar mehr als einmal. Doch der Satan hat uns daran gehindert. 19 Wer ist denn unsere Hoffnung und unsere Freude? Wer ist der Siegeskranz, auf den wir stolz sein können, wenn Jesus, unser Herr, wiederkommt und wir vor ihm stehen werden? Seid nicht gerade ihr es? 20 Ja, ihr seid unser Stolz und unsere Freude.

Es ist wieder eine Woche vergangen und der Corona Virus breitet sich weiter aus. Wir stehen nach wie vor vor der Aufgabe: Zusammenhalten trotz Abstand. Deshalb eine Bitte vorweg: Dieser Brief geht wie der letzte an alle, die wir digital erreichen können. Er steht auch auf der Stami Homepage. Wenn Du um jemanden weißt, den wir nicht erreicht haben, druck den Brief einfach aus und steck ihn bei der Person in den Briefkasten. Wir erreichen jemanden lieber zwei mal als gar nicht. Denn unser Ziel ist: Zusammenhalten trotz Abstand. Wir möchten Euch heute deswegen auch wieder mit dem Wort Gottes ermutigen, Euch einige Informationen weitergeben und einige konkrete Handlungsschritte mit auf den Weg geben.

1. Eine Ermutigung aus dem Wort Gottes

Veranstaltungen absagen. Menschenkontakt vermeiden. Risikogruppen schützen. Zu diesen Maßnahmen werden wir immer wieder aufgefordert. Geistlich gesehen, bedeutet das für jeden einzelnen zur Zeit eine besondere Herausforderung. Deshalb möchten wir eure Aufmerksamkeit diese Woche auf den Philipperbrief lenken. Genauer gesagt auf Kapitel 2,12-13. Hier schreibt Paulus: 

"12 Daher, meine Geliebten - wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht nur in meiner Gegenwart, seid es jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit: Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern! 13 Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen" 

Die Herausforderung, vor der Du zur Zeit stehst, besteht darin, selbstständig Dein geistliches Leben zu pflegen. Verantwortung zu übernehmen für Dich selbst und die Menschen um Dich herum. In einer Zeit, wo die Gemeinde auf ihre kleinsten Zellen zusammen schrumpft, sind diese kleinsten Zellen besonders gefordert. Du bist gefordert. Es gibt sehr viele Quellen guter Lehre und Erbauung, nutze sie. Bete und singe zum Herrn. Ehemänner sind jetzt um so mehr gefordert, mit ihren Ehefrauen zu beten. Eltern sind gefordert mit ihren Kindern zu beten. Jeder einzelne ist gefordert, denn die Umstände ändern sich. Das tun sie eigentlich andauernd. Aber der Auftrag Jesus zu verherrlichen, indem wir Gott, unsere Nächsten und die Gemeinde lieben, der bleibt bestehen. Das "Was" ändert sich nicht, nur das "Wie". Wir möchten Euch ermutigen mal zu reflektieren: Für wen kann und sollte ich Verantwortung übernehmen, der in meiner unmittelbaren Nähe ist? Wie kann geistliches Leben in meinem Wohnzimmer aussehen? Unser Leitgedanke als Gemeinde lautet "Glauben Leben"; Wie willst Du das die nächste Zeit tun?

Das Wunderbare an dieser Stelle im Philipperbrief ist, dass wir nicht nur die Aufforderung finden "unser Heil zu bewirken" sondern wir finden auch die herrliche Zusage, dass "Gott es ist, der das Wollen und Vollbringen in uns bewirkt." Gott schenkt Dir das Verlangen und Gelingen zum Beten, Singen, Lieben und Lesen. Wir kämpfen also auch in diesen kleinsten Zellen den guten Kampf nicht alleine, sondern in Gottes Kraft. Er versorgt uns mit den nötigen Mitteln, um zu seiner Ehre zu leben. Als Christus am Kreuz starb, da hat er uns nicht einfach gegenwärtig mit Gott versöhnt. Er hat für immer die Beziehung zu ihm wiederhergestellt. Jeder Schritt, den wir also auf Gott zu gehen in unserem Alltag, ist ein Schritt, der durch das Blut Jesu gewirkt wurde. Ihm sei alle Ehre dafür! 

 2. Was bisher geschah

Wir möchten Euch gerne einen kleinen Einblick geben in das veränderte Gemeindeleben geben. Da im Moment keine Veranstaltungen stattfinden dürfen und wir unsere Kontakte so weit wie möglich minimieren sollen stehen wir vor großen Herausforderungen. Am Mittwoch fand deswegen zum Beispiel der Jugendkreis als Livestream auf Instagram statt. Wir hatten sogar mehr Teilnehmer als sonst. Die Jugendlichen konnten mit ihren Smartphones mit dabei sein. Es gab eine Andacht und die Gebetsanliegen kamen über den Chat. Am Freitag war der Hauskreis für junge Erwachsene in ähnlicher Form unterwegs: Eine Skype Video Konferenz. Auf Youtube und auf der Homepage der Stadtmission (www.stadtmission-nidda.de) gibt es zur Zeit wöchentlich Video-Bibelarbeiten mit Joseph. Der Brüderrat trifft und berät sich in dieser Zeit häufiger. Heute haben wir es über eine Telefonkonferenz versucht, was einige Herausforderungen mit sich brachte.

3. Gebetsanliegen

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns im Gebet begegnet, indem ihr für folgende Anliegen vor Gott bittet:

  • Für Geschwister, die Dir vor Augen oder Herzen sind: Um Bewahrung, Zuversicht im Herrn und Kraft um ein gutes Zeugnis zu sein.
  • Das wir alle Brüder und Schwestern unserer Gemeinde, lückenlos vor unserem geistigen Auge haben.
  • Dass Jesus seine Gemeinde in dieser schwierigen Zeit in besonderer Weise stärkt.
  • Dass jeder, der Hilfe benötigt den Mut hat es mitzuteilen.
  • Dass die Verantwortungsträger in. Politik, Wirtschaft und in der Gemeinde Jesu hilfreiche Entscheidungen treffen.
  • Dass sich die Menschen an die verordneten Maßnahmen halten.
  • Dass alle, die sich in diesen Zeiten um ihrer Mitmenschen Willen nicht zurücknehmen können, unter dem Segen Gottes stehen (Personen im medizinischen oder polizeilichen Dienst oder im Lebensmittelhandel z.B.)
  • Dass sich die Länder auch wirtschaftlich nach der Coronakrise gut erholen.
  • Dass Gott uns Gelassenheit im Blick auf unsere Gemeindefreizeit schenkt.
  • Dass Gott uns erkennen lässt, was wirklich Priorität nach seinem Ermessen hat.
  • Dass wir ein Vorbild in Liebe und Verständnis, gerade in dieser Zeit, für unsere Geschwister sind und wenn wenn wir hier versagen, vergebt uns bitte gern.

4. Wir wollen Zusammenwachsen

In der gegenwärtigen Situation ist gegenseitige Anteilnahme von großer Bedeutung. Jesus gebietet uns, einander zu lieben, wie er uns liebt. (Joh 13,34) Und der Apostel Paulus erklärt uns in Gal 6,2 wie es geht: "Einer trage des anderen Lasten, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen." Daher ermutigen wir Euch: Ruft einander an, bleibt im Kontakt und betet für einander. Auch ganz praktisch wollen wir das leben: Deshalb laden wir noch mal ein: Wenn einer von Euch etwas braucht, Einkäufe, Botengänge, ein offenes Ohr, dann meldet Euch in der Stami WhatsApp Gruppe oder bei Joseph direkt. Wir wollen einander beistehen und einander helfen. Wenn ihr Gebetsanliegen habt, dann schreibt einfach eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Wir haben vor uns bald wieder bei Euch zu melden und bis dahin wünschen wir Euch Gottes reichen Segen. Er stärke euren Glauben und rüste Euch mit allem zu, was ihr zur Zeit braucht. In Christus verbunden,

 

Eure Ältesten

Gideon, Manfred, Conny, Peter, Martin, Joseph

   

Herrnhuter Losungen  

Tageslosung von Montag, 30. März 2020
Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?
Jesus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
   

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